Unterkrainer Honigweg - Stièna–Trebnje–Žužemberk
In der Vergangenheit waren die Klöster die Zentren der Kultur und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Dies gilt insbesondere für das Kloster Stièna, in welchem der Mönchsorden der Zisterzienser die Tradition der Bienenzucht fortsetzt. Selbstverständlich kommt man nicht um das ehemalige Anwesen Lanšprež bei Trebnje herum, auf dem in der
schön erneuerten kleinen Kirche d. hl. Josef die sterblichen Überreste von Peter Pavel Glavar ruhen. Viele Verdienste an der Erneuerung tragen die Imker aus Trebnje bei. Für die Unterkrainer Gegend war einst der Holzbienenstand mit Strohdach charakteristisch, den man heutzutage vor dem Geburtshaus von Jurèiè auf Muljava sehen kann. In dieser Gegend gibt
es viele mobile Bienenstände und Standorte von transportablen Bienenstöcken des bekannten Imkers Tone Koželj aus Grosuplje, der neugierige Touristen gerne empfängt.

Dies ist eine ereignisreiche, hügelige Landschaft, die in den Nordlagen mit Mischwäldern bewachsen, in den Südlagen jedoch mit Weinreben bepflanzt ist, mit schön bestellten Feldern und gepflegten Wiesen. Die Landschaft ist auch reich an Kulturdenkmälern. In dieser Gegend wurden berühmte Slowenen, wie der Missionär unter den nordamerikanischen Indianern, Bischof Baraga, der Schriftsteller Josip Jurèiè, zahlreiche Dichter, Sänger und Maler geboren.

Über Peter Pavel Glavar können wir Imker viel sagen. Das letzte Drittel seines Lebens verbrachte er auf seinem Anwesen Lanšprež in der Nähe von Trebnje. Auf diesem errichtete
er eine große Imkerei und hatte sogar eine eigene Imkerschule, in der sich die aufgeweckten
Dorfjungen aus der Nachbarschaft das erste Wissen über Bienen aneigneten. Dort schrieb er sogar das erste Imkerbuch in slowenischer Sprache. Vom ehemaligen Anwesen ist heute nur noch die Kapelle erhalten geblieben, da die Burg nach dem Krieg abgerissen wurde. Auf Lanšprež wird jedes Jahr am ersten Samstag im Mai eine Gedenkfeier mit Messe und
Kulturprogramm vorbereitet. Für gewöhnlich nehmen an dieser zahlreiche Imker aus ganz
Slowenien teil.

INTERESSANTHEITEN DER BIENENZUCHT
*Die Imker von Trebnje haben für die Besucher mehrere touristische Wege vorbereitet, jedoch können wir aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Broschüre nicht alle beschreiben. Wir empfehlen jedoch die Besichtigung von zumindest vier Interessantheiten, und zwar:
*des Standortes der transportablen LR- und AŽ- Bienenstöcke von Tone Koželj in Mala vas bei Dobrniè, direkt am Schloss, in dem der Missionär Friderik Irenej Baraga geboren wurde;
* der Kapelle d. hl. Josef auf Lanšprež bei Trebnje, in der P. P.Glavar und dessen Stiefbruder General Basaj ruhen; in der Nähe der Kapelle befindet sich der Standort der transportablen LR-Bienenstöcke;
* des strohgedeckten Unterkrainer Holzbienenstandes beim Geburtshaus von Jurèiè auf Muljava;
* der Zuchtstation von Bienenköniginnen in der Gegend von Litija.

EINE BESICHTIGUNG WERT
Stièna – Kloster Stièna, älteste derartige Einrichtung im Slowenischen Raum. Besichtigung der großen Klosterkirche, des Kreuzgangs und des slowenischen Christenmuseums, in dem unter anderem ein Teil der berühmten „Handschriften von Stièna“ aus dem 12. Jh. aufbewahrt wird.
Bogenšperk – eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler bei uns, da in diesem der berühmte Janez Vajkard Valvazor tätig war.
Muljava – Geburtshaus des Schriftstellers Josip Jurèiè. In der Nähe befindet sich auch eine alte kleine Kirche mit einem der schönsten vergoldeten Altäre in Slowenien.


ZURÜCK
Kolofon