Auf dem Weg von Janša - Škofja Loka–Radovljica–Bled–Vrba
Aus dieser Gegend kommen über 150 berühmte Persönlichkeiten. Eine der wichtigsten ist der große Bienenlehrer Anton Janša (1734–1773) aus Breznica, wo inzwischen sein erneuerter Bienenstand mit den Holzbienenstöcken „Kranjièi“ steht, die vorne bemalt sind. Er ist als Begründer der Imker-Erfahrungen aus dem heimischen Umfeld bekannt, die er in der Theorie und Praxis ausbaute, so dass sich diese im gesamten ehemaligen Habsburger Reich ausbreiteten und noch heutzutage brauchbar sind. Seine Tradition setzten die fleißigen und erfinderischen Oberkrainer Imker fort.

Direkt in Zgornje Gorenjsko entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein betriebsamer Bienenhandel, der den Ruhm unserer Krainer Biene in die Welt brachte. Die meisten Verdienste daran trugen Mihael Ambrožiè aus Mojstrana und Jan Strgar aus Bitnje
bei Bohinjska Bistrica. Ihre Handelswege führten sogar bis Ägypten, Japan und zum fernen Vladivostok. Dies ist ein bildhübsches Land im Schoße der Berge zwischen Triglav und Stol, das Land der großen Naturgegebenheiten, Sonnenlage, guten Weiden, der reichen Tradition und der Krainer Biene, die direkt aus dieser Gegend unterhalb des Bergkammes der Karawanken stammt

Die Krainer Biene ist die einzige autochthone Bienenrasse auf dem gesamten Gebiet von Slowenien und ist die zweite am weitesten verbreitete Rasse auf der Welt. Zur Erhaltung einer genetisch reinen Krainer Biene und damit des einzigartigen Natur- und Kulturerbes ist
eine planmäßige Zucht von Bienenköniginnen in den Befruchtungsstationen wichtig. In den alten schriftlichen Berichten ließt man, dass die Bauern die Bienenstöcke einst auf den Schultern aus den nieder gelegenen Gebieten, in denen die Wiesen bereits abgemäht waren, auf die Alpenweiden mit späterer Vegetation trugen. Für den Transport auf ebenem Gelände stellten sie sich spezielle Wägen her, so dass sie die Bienenstöcke mit Ochsen oder Pferden
auch über größere Entfernungen transportieren konnten. Diese Transporte organisierten die Imker vor allem deshalb, um die reichen und weitläufigen Buchweizenfelder in der Umgebung von Ljubljana, Škofja Loka und Ptuj zu nutzen. Buchweizen wurde nach der Weizenernte Ende Juni gesät, der jedoch bereits in der zweiten Augusthälfte blühte. Wenn das Wetter günstig war, sammelten die Bienen einen hochwertigen und reichlichen Wintervorrat an Nahrung, die Bienenköniginnen legten aufgrund der Einbringung des Blütenhonigs noch einmal Eier in alle verfügbaren Bienenwaben. Auf diese Weise waren die Bienen gut versorgt und vor der Einwinterung verjüngt.

INTERESSANTHEITEN DER BIENENZUCHT
* Imkerhaus in Brode bei Škofja Loka. In diesem wird der Besucher mit Gaumenfreuden aus dem Bienenstock bewirtet und im geräumigen Saal werden diesem auch Bienenfilme vorgeführt.
* Bienenstand des größten slowenischen Imkers Anton Janša in Breznica.
* Befruchtungsstationen für die Zucht von Bienenköniginnen der Krainer Biene im Tal von Završnica.
* Radovljica – Besuch des Imkermuseums, in dem das gesamte slowenische Erbe der Imkerei mit besonderer Hervorhebung der Geschichte des 18. und 19. Jahrhundert dargelegt wird. Im Museum werden um die 600 Original Bienenstockstirnbretter aufbewahrt, die Motive, die mit Ölfarben porträtiert wurden, erzählen jedoch vom Leben und Glauben der Menschen in dieser Zeit.
* Man schlendert durch den Altstadtkern von Radovljica und besucht eine Werkstatt, in der bekannte Erzeugnisse aus Lebkuchenteig hergestellt werden.
* Es folgt ein kurzer Besuch des Tals Bohinjski kot. In Bitnje imkerte einst der weltbekannte
Bienenhändler Jan Strgar. Darauf weist uns ein Schild hin, das an der Stelle seines Geburtshauses aufgestellt wurde.
* Im Anhang befindet sich ein Verzeichnis der Oberkrainer Imker, die in ihrem Hause Besucher empfangen.

EINE BESICHTIGUNG WERT
Škofja Loka – am schönsten erhaltene mittelalterliche Stadt in Slowenien. Der Altstadtkern mit den Plätzen „Zgornji“ und „Spodnji trg“ rühmt sich mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten der alten Tage: mit schönen Bürgerhäusern, Kirchen, Marien-Bildstock … Über der Stadt thront das Schloss Loka, von welchem aus sich eine herrliche Aussicht erstreckt.
Bled – natürliche Perle mit legendärer Insel inmitten des Sees. Zur Insel kann man mit dem überdachten Holzboot genannt „Pletna“ fahren, insbesondere wenn man in der kleinen Marienkirche auf der Insel an der Wunschglocke läuten möchte.
Vrba in Oberkrain – Geburtshaus unseres größten Dichters France Prešeren. In diesem wurde inzwischen ein Museum mit Originalmöbeln aus der damaligen Zeit eingerichtet.


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